WACHS – PROBLEMATIK

Referent Thomas Pfister

Donnerstag den 22.Februar 2018 ab 20.00 Uhr im
Restaurant Traube-Treff, Alterswil
Mittelwände mit 25%-35% Paraffin und Stearin versetzt und mit synthetischen Varroa -Behandlungsmittel verseuchter Bienenwachs stellt eine Gefahr für die Bienen und für die Qualität des Honigs dar.
Derzeit wird Bienenwachs verkauft, das diverse problematische Verunreinigungen enthält (verfälschtes Wachs). Im Bienenvolk kann das schwerwiegende Schäden hinterlassen.
Thomas Pfister gibt ausführliche Informationen über die gepanschten Mittelwände, die teilweise mit starken Giftcocktails belastet sind. Die giftigen Rückstände in den Mittelwänden gelangen auch in den Honig. Dies bedeutet eine Gefahr für die Bienen und die Konsumenten.
Das Bienenwachs ist ein Produkt des Vertrauens. Wie erkennen wir die Verfälschungen? Wie können wir vermeiden, dass solches Wachs in den eigenen Wachskreislauf kommt? Gute Tipps und Anregungen über einen so wichtigen Bestandteil der Imkerei, unser eigenes Bienenwachs!

Der Vortrag stützt sich auf die Forschungsarbeiten von
Dr. Neumann, Bienengesundheitsdienst Diagnostikzentrum Aulendorf (STUA)

Kommentar

 

 

Imkerfachtagung mit Andreas Platzer

30.09.2017  AULA DER SEKUNDARSCHULE TAFERS
KOMMENTAR

ES GEHT AUCH ANDERS!
Die Fachtagung vom 30. September 2017 hat uns Anwesende regelrecht geschüttelt!
Der erfahrene Südtiroler Imker und Bienensachverständige, Andreas Platzer, hat uns an dieser Tagung in drei Vortragseinheiten ein alternatives Varroa-Bekämpfungskonzept vorgestellt. Er hat uns seine Erkenntnisse auf eine lebendige Art, manchmal etwas provokativ und mit sehr viel Überzeugung vermittelt und uns aufgefordert, unsere Betriebsweise von Grund auf zu überdenken.

Mit der „Wabenerneuerung in Kombination mit der Varroa-Bekämpfung“ hat uns Andreas Platzer einen gangbaren Weg gezeigt, bei dem der natürliche Reinigungsprozess der Bienenvölker durch Schwärmen in eine rationelle Betriebsweise integriert wird. Die komplette Wabenerneuerung im Juli stellt einen technischen Lösungsansatz dar, mit dem die Varroa-Population ohne jegliche Säuren oder andere Chemikalien um bis zu 80% gesenkt werden kann. Mit einer Kombination von weiteren technischen Massnahmen wie Drohnenbrutentnahme und Jungvolkbildung sowie dem Einsatz von Oxalsäure ist es möglich, das Varroa-Problem auch ohne den Einsatz von Ameisensäure oder synthetischen Milbenmitteln in den Griff zu bekommen. Um auch noch die „Altlasten“ in Form von Rückständen verschiedenster Chemikalien im Wachs loszuwerden hat er uns im letzten Vortragsteil eine Vorgehensweise vorgestellt, um zu einem eigenen, sauberen Wachskreislauf zu gelangen.

Diese neuen Ansätze bringen eindeutige Vorteile bei der Bekämpfung unseres grössten Feindes bei unserer alltäglichen Imkerarbeit. Sie bedingen allerdings eine selbstkritische Haltung und ein grundsätzliches Überdenken der eigenen, zum Teil jahrelangen Betriebspraxis. Bin ich bereit, meine Imkerarbeit zu überdenken? Will ich meine Betriebsweise überhaupt ändern? Und wenn ja, bin ich bereit, mein Handwerk teilweise neu zu lernen und in die Praxis umzusetzen?

Wenn ich diese Fragen mit JA beantwortet kann, dann gibt es einen klaren Weg. Das ist motivierend und angesichts der zunehmenden Varroa- und Viren- und Rückstandsproblematik wirklich einen Versuch wert!

Das alternative Varroa-Bekämpfungskonzept, die Wabenerneuerung und die Wachsaufbereitung sind in der Broschüre von Andreas Platzer zusammen mit vielen praktischen Tipps detailliert beschrieben („Varroa – alte/neue Herausforderung“, Andreas Platzer, Südtiroler Imkerbund, 39100 Bozen /

Wie Andreas Platzer bei seinem Schlusswort in der Varroa-Broschüre selber schreibt: „Um der Bienen willen sei aber geraten, sich die gesamte Varroa-Broschüre zu studieren.

Ein Varroa-Bekämpfungskonzept ist kein technisches Gerät, bei dem man aus Zeitgründen die „Kurzanleitung“ lesen kann um das Gerät in Betrieb zu nehmen. Man muss sich die Zeit nehmen und das Konzept verinnerlichen.“

Die Teilnehmer der Imkerfachtagung waren von seinen Ausführungen begeistert und haben sich mit grossem Applaus bei Andreas Platzer für die wertvollen Tipps und praktischen Anleitungen, aber auch für die wichtigen Überlegungen und Lösungsansätze herzlich bedankt!

Mit freundlichen Imkergrüssen
Bienenfreunde Senseland

 

 

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