Varroabehandlung ohne Chemie

In Deutschland wurde das Medikament Amitraz zugelassen, demnächst wird Polyvar folgen, mit Amitraz im Wirkstoffcocktail. Aber es brauchen keine neuen Medikamente wie Amitraz oder Polyvar, das sind alles Nervengifte und es werden schnell Resistenzen entstehen.
Ich kann euch versichern: Honigbienen sind nicht vom Aussterben bedroht und wir haben auch keinen Behandlungsnotstand!
Wir haben bereits wirksame organische Säuren zu günstigen Preisen.
Unsere Bienen leiden unter der Varroa und den durch sie übertragenden Viren, unter Insektiziden (über verunreinigten Pollen) und daher sollte man sie nicht auch noch unnötig mit Medikamenten und Chemie belasten.
Ausserdem belasten und verunreinigen solche synthetischen Varroabehandlungsmittel das Bienenwachs erheblich!
Mein Wunsch ist es, die Milben möglichst ohne Chemie in Schach zu halten. Wir sollten nicht nach neuen Chemikalien suchen, das ist der falsche Weg!
Das Gebot der Stunde heisst
biotechnische Massnahmen.
Solche Alternative Massnahmen gibt es viele. Nicht alle sind was sie versprechen.

  • Totale Brutentnahme mit Bannwaben
    Mit dieser Methode schlägt man viele Fliegen mit einer Klappe ohne Sommerbehandlung mit Ameisensäure: Die Bienen sind Varroafrei (99 % der Milben werden vernichtet), das Wabenmaterial ist sauber und AFB- und virenfrei, das Volk produziert sehr gesunde Winterbienen und sogar der Honigertrag steigt!
  • Totale Brutentnahme mit Wabenerneuerung (Plazermethode)
    Alle Waben werden erneuert! Auch hier gilt das gleich wie bei der Bannwaben Methode. Allerdings ist es nicht nötig im Vorfeld die Königin abzusperren.
    Platzer-Methode (Broschüre)
  • Hyperthermie Die Hyperthermie gibt einem ein Werkzeug an die Hand, dass es ermöglicht den Varroadruck schon im Frühjahr über 80 % zu senken, so wird die exponentielle Vermehrung  einschneidend verändert.
    Aber Vorsicht, Hyperthermie ist nicht gleich Hyperthermie!
    Es gibt viele Geräte auf dem Markt, die ihre Versprechen nicht halten können.
    Hier ist es ratsam sich ein Überblick zu verschaffen, eine        ausgezeichnete Anlaufstelle ist, Hyperthermie Schweiz, bei  diesem Verein werden sie sachkundige Antworten Erhalten. http://www.varroahyperthermie.ch/hyperthermie.html
  • Eine konsequente Umsetzung des Drohnenschnittes kann den Varroadruck erheblich senken.
  • Ableger Bildung, hier möchte ich besonders auf dasKunstschwarmvervahren hinweisen.
    Ableger-Jungvolkbildung
  • Selbstverständlich es ist auch möglich biotechnische Massnahmen zu kombinieren.

Ich persönlich setzt seit 6 Jahren keine Ameisensäure mehr ein, meine Völker sind vital und gesund. Ich finde auch, dass das Imkern ohne diese Säure angenehmer ist. Selbstverständlich ist die Varroaproblematik nicht vom Tisch, aber mein Ziel ist es total ohne Säuren die Varroa in Schach zu halten.
Der nächste logische Schritt wird sein, auch auf die Oxalsäure zu verzichten, die ersten Versuch laufen schon und scheinen vielversprechend zu sein.

Ich werde im laufenden Jahr detailliert, diverse biotechnische
Massnahmen Schritt für Schritt vorstellen.

Thomas Pfister
Bieneninspektor, Berater, Zuchtberater

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