Imkerfachtagung 2018

Die Imkerfachtagung 2018 des Imkervereins Bienenfreunde Senseland fand am 27.Okt. in Tafers mit dem diesjährigen Thema Brutkrankheiten statt.

Die Fachtagung war für uns und alle Beteiligten eine großartige Erfahrung. Die Teilnehmer genossen, die mit Wissen vollgepackten Vorträge und zahlreiche anregende Diskussionen über die individuellen Herausforderungen der Imkerei.
In den tief gehenden Vorträgen entstand so ein anschauliches Bild der Brutkrankheiten und ihren Auswirkungen auf unsere Bienen.
Die drei Referenten mit ihren diversen Hintergründen boten in den vier Vorträgen eine Mischung aus theoretischem Fachwissen und interaktiven praxisorientierten Fallbeispielen. Die Referenten haben den Teilnehmern mit den Themen über Vieren und ihre Auswirkungen auf die Bienen, Amerikanisch Faulbrut, Europäischen Faulbrut, Kalkbrut und als ungeplante Zugabe hat uns Herr Dr. Franco Mutinelli über den neusten Stand der Beutekäfer Problematik in Italien informiert. Gemeinsam konnten wir beim Podiumsgespräch den hochkarätigen Redner Fragen stellen, die Vollumfänglich und sachlich beantwortet wurden. Auch beim Reichhaltigen und feinem Mittagessen und in den Pausen diskutierten die Teilnehmer angeregt weiter.

Es war eine gelungene Veranstaltung, die den Teilnehmer auch die Gelegenheit bot, neuen Kontakte zu knüpfen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den drei Referenten, Dr. Franco Mutinelli, Jean-Daniel Charrière und nicht zuletzt bei Ruedi Ritter für ihre Grossartigen Vorträge.
Auch möchte wir die Gelegenheit nutzen allen Helfern ohne die, die hervorragende Organisierte Imkerfachtagung nicht möglich gewesen wäre. Der Imkerverein Bienenfreunde Senseland bedankt sich bei dem zahlreichen Besucher und freut sich, euch im 2019 wieder begrüssen zu dürfen.

Mit Besten Imkergrüssen
Imkerverein Bienenfreunde Senseland

Völkerverluste

Völkerverluste

In der Schweiz wie in vielen Gebieten der nördlichen Hemisphäre sieht sich die Imkerei mit dem Verlust zahlreicher Völker konfrontiert. Die Varroamilbe scheint bei diesen Verlusten eine herausragende Rolle zu spielen. Wir empfehlen den Imkerinnen und Imkern, die Behandlung gegen Varroa zeitgerecht vorzunehmen, um die Gefahr eines Verlusts von Völkern so gut als möglich zu bannen.Die Völkerverluste können bedeutende wirtschaftliche und ökologische Folgen haben (mangelnde Bestäubung von Kulturen und von wildlebenden Pflanzen) und das Ergreifen von geeigneten

Gestorbenes Bienenvolk

Schutzmassnahmen durch die Imkerinnen und Imker sowie die Veterinärbehörden erforderlich machen. Es ist jedoch schwierig, solche Massnahmen umzusetzen, da zu den Faktoren, die an den Völkerverlusten beteiligt sind, und zu ihren Interaktionen noch viele Fragen offen sind. Da die vermutlich beteiligten Faktoren zahlreich, ihre Identifizierung schwierig und die Wechselwirkungen komplex sind, werden die Kapazitäten des Zentrums für Bienenforschung (ZBF) bei der Bewältigung dieser Aufgabe ebenso überschritten wie die Möglichkeiten anderer Laboratorien oder auch diejenigen eines einzelnen Landes.Aus diesem Grund wurde das Netzwerk COLOSS, das von Liebefeld aus koordiniert wird, ins Leben gerufen. Es vereinigt gegenwärtig 805 Forschende aus 92 Ländern. Diese Forschenden arbeiten eng zusammen, um die Gründe für die Völkerverluste zu finden und diese zu begrenzen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die für die Verluste verantwortlichen Faktoren auf der Ebene der Bienen ebenso wie auf der Ebene des Bienenvolkes zu identifizieren und synergistische Effekte zwischen diesen Faktoren zu untersuchen. Dabei sollen nachhaltige Notfallmassnahmen und -strategien für die Imkerei entwickelt und verbreitet werden, um die Völkerverluste wirkungsvoll einzudämmen. Weitere Informationen zu COLOSS sind in folgenden Artikel verfügbar.