Sensibilisierung für Varroakontrolle / Auswinterung

Varroaentwicklung von 1985 bis 2016

Wir machen einen Rückblick und schauen auf die Veränderungen im Imkerhandwerk mit einer starken Varroapopulation..

Was begünstigt neben der Varroabiologie die Vermehrung der Varroa in den Völkern.
Wir erfahren die ersten wichtigen Methoden zur Varroaüberwachung.
Uns erwartet ein Interessanter Vortrag von Walter Kilchmann
Wann: Freitag den 31.März 2017 um 19.30 Uhr
Wo: Behindertenheim Tentlingen:  

Möchtest du ein Kommentar schreiben?
Einfach Titel anklicken.

 

Hyperthermie das Prinzip funktioniert

Endlich wurden diverse Hyperthermie Geräte getestet und untereinander vergleichen!
Es war schon mehr als überfällig, dass sich ein Forschungsinstitut der Aufgabe annimmt! Dieser Test wurde von
Dr. Berg vom Bayrischen Fachzentrum Bienen durchgeführt.
Ich empfinde es etwas befremdlich, dass unsere Schweizer Bienenzeitung ein Bericht lancierte, in dem sie vor „dubiosen Behandlungsmethoden“ warnt und dort auch die Hyperthermie miteinschliesst, ohne eine Versuchsreihe der verschiedenen Geräte gemacht zu haben!
Fakt ist, dass unter den zahlreichen Geräten nicht alle gleich gut ihren Dienst erfüllen. Dem Varroa-Controller den ich jetzt 4 Jahre im Einsatz habe, wird bei richtiger Anwendung ein Wirkungsgrad von 97 % bescheinigt. Was will man noch mehr!
Der Wirkungsgrad ist höher als beim drei Säulen System vom BGD, dass auf Säurebasis funktioniert. Ich möchte hier nochmals ganz klar hervorheben, dass in der Schweiz noch nie Versuche mit den Geräten gemacht wurden, weder vom VDRB, BGD oder Agroscope.
Der Artikel von Dr. Berg, der im Deutschen Bienen Journal veröffentlicht wurde ist zu lang, um ihn hier hochzuladen. Für alle Interessierten ist hier der Link zum Downloaden als PDF. Sie finden den Artikel auf Seite 16.
Deutsches Bienen Journal

Des Weiteren möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich am 16.3.2017 um 19:30 im Inforama Ins ein Vortrag über meine Erfahrungen mit dem Varroa Controller und die Betriebsweise von Dr. Wimmer halten werde.

Wünsche allen ein Varroafreies 2017 und natürlich volle Honigtöpfe.
Thomas Pfister

Möchtest du ein Kommentar schreiben?
Einfach Titel anklicken.

VERUNREINIGTES BIENENWACHS IM UMLAUF

 

Mittelwände

Mittelwände mit Paraffin: Gefahr für Bienen und Honig.

Vorsicht beim Kauf von Mittelwänden:
Derzeit wird Bienenwachs verkauft, das Verunreinigungen enthält.
Im Bienenvolk kann das Schäden hinterlassen.
Mittelwände, dessen Wachs mit Paraffin, Stearin oder anderen Verunreinigungen gestreckt wurde, haben eine untypischen, gummiartigen Geruch und sind bei der üblichen Raumtemperatur von 15 bis 25 Grad relativ spröde. Das Einlöten fällt somit meist schwer.
Die größte Gefahr: Bei sehr hohen Temperaturen im Hochsommer kann es passieren, dass die Mittelwände schmelzen und aus den Rähmchen fallen. Der Grund liegt in der niedrigeren Schmelztemperatur von Paraffin: So schmilzt Weichparaffin bereits bei 45 Grad und Hartparaffin bei 50 bis 60 Grad. Bienenwachs hält dagegen meist 62 bis 65 Grad aus.

Gepantschtes Wachs: Folgen für Bienen und Honig
Die verunreinigten Mittelwände riechen untypisch und fühlen sich untypisch an. Das spüren auch die Bienen und bauen diese Mittelwände eher ungleichmäßig aus. „Gravierend ist, dass Eier und junge Larven aus den Brutzellen der Waben solcher ausgebauter Mittelwände herausgefressen werden, während direkt daneben hängende, ältere Brutwaben ein völlig normales Brutnest aufweisen“, berichtet der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) in einer Warnmeldung zu den aufgetauchten, verunreinigten Wachs.
Neben der Gefahr, dass die Entwicklung der Bienenvölker negativ beeinflusst werde, bestehe grundsätzlich auch die Gefahr, dass eingelagerter Honig kontaminiert werden kann, erklärt der D.I.B..

Nicht von niedrigen Preisen täuschen lassen

Zuerst hatte der Verein Schweizerischer Mellifera Bienenfreunde über Mittelwände berichtet, die derzeit im Umlauf und mit Paraffin gestreckt sind. Sie würden sowohl über ebay verkauft als auch von deutschen und französischen Online-Händlern, die mit den Mittelwänden gefälschte Reinheitszertifikate verschicken.
Auffällig ist dem Schweizer Imkerverein zufolge der niedrige Preis, denn sie würden teilweise etwa zum halben Preis der sonst üblichen Kosten angeboten. Imker sollten sich von derart niedrigen Preisen nicht täuschen lassen.

Verunreinigte Mittelwände: Probleme melden

Der D.I.B. geht bislang jedoch noch von verschiedenen Verunreinigungen aus bzw. werde dies gerade noch untersucht. Auch beschränke sich der Verkauf der verunreinigten Mittelwände nicht auf das Internet. „Der Sachverhalt sei noch relativ unklar. So wisse man noch nicht, um welche Verunreinigungen es sich genau handelt und über welche Vertriebswege das Wachs in die Imkereien gelangt ist.
Dieser Artikel ist im Deutschen Bienen Journal erschienen am 23.9.2016
Diese Problematik ist Aktuell und Hochbrisant!
Möchtest du ein Kommentar schreiben?
Einfach Titel anklicken.

Die Vitalität der Honigbienen

Günter Friedmann: «Krankheiten und Schädlinge, Intensiv-Landwirtschaft und Bienendichte schaden der Vitalität der Bienen»
​Die Vitalität der Honigbienen ist das Stichwort für Günter Friedmann. Seit 1995 führt Friedmann in der Schwäbischen Alb mit über 600 Völkern die weltweit grösste Demeter-Imkerei. Der Pionier der ökologischen Imkerei hat unter anderem die Richtlinien der Demeter-Bienenhaltung mit entwickelt.
Unter den heutigen Umweltbedingungen «sind die Honigbienen grundsätzlich mangelernährt und könnten ohne Intervention des Imkers nicht überleben». Dieser schleichende Prozess ist gemäss Friedmann «viel gravierender, als direkte Vergiftungen durch Pestizide».
Dazu komme eine Bienendichte, die in Europa weit über das gesunde Mass hinaus gehe. Portugal, Ungarn und Griechenland haben mit 7 bis 10 Völkern pro Quadratkilometer die höchste Völkerdichte in Europa.

Bienendichte der deutschsprachigen Länder/Regionen

  • ​5,0 Bienenvölker pro Quadratkilometer im Südtirol
  • 4,7 Bienenvölker pro Quadratkilometer in der Schweiz
  • 3,8 Bienenvölker pro Quadratkilometer in Österreich
  • 1,9 Bienenvölker pro Quadratkilometer in Deutschland

​Zum Vergleich: Die Bienendichte in den USA, Argentinien und China – als grösste Honigproduzenten der Welt – liegt bei 0,3 bis 0,7 Bienenvölkern pro Quadratkilometer.
Dass die Schweiz «nur» 4,7 Bienenvölker pro Quadratkilometer zählt, verdankt sie den Gebirgskantonen Graubünden und Wallis. Wenn es nach den städtischen Agglomerationen gehen würde, wäre die Schweiz auf dem Niveau von Portugal, Ungarn und Griechenland. Im Kanton Basel-Stadt leben sogar 25,4 Bienenvölker pro Quadratkilometer.
«Bei unserer Bienendichte ist die Re-Infektionsrate der Varroa in den Bienenvölkern vier Mal höher, als bei einer idealen Bienendichte», erklärt Günter Friedmann. Dadurch entstehe eine ungesunde Selektion, bei der die Varroa-Milben stärker und die Honigbienen schwächer werden.

  • ​«Vitalität ist die Fähigkeit eines Bienenvolkes, über mehrere Generationen aus eigener Kraft einen Organismus aufzubauen und diesen aufrechtzuerhalten. Dieser Organismus wird von den Honigbienen immer wieder erneuert und rechtzeitig verjüngt, bevor die Kraft der Königin nachlässt und dies nicht mehr möglich wäre.»
  • «Vitalität ist die Fähigkeit eines Bienenvolkes, ein Ungleichgewicht (Krankheit, Schwächung) aus eigener Kraft in ein Gleichgewicht zurückzubringen.»

Äussere Faktoren wie Krankheiten und Schädlinge sowie die Intensiv-Landwirtschaft kann Friedmann nicht beeinflussen. Deshalb konzentriert er sich auf die Selektion. Zur Erhaltung der Vitalität seiner 600 Bienenvölker vermehrt Günter Friedmann nur aus dem eigenen Bestand und selektiert nach Charakter (nicht mit Sanftmut zu verwechseln), Bauleistung und Leistung.
Möchtest du ein Kommentar schreiben?
Einfach Titel anklicken.